
Fachärztin für
Neurologie,
Fachärztin für Psychiatrie und
Psychotherapie

Urlaub in der
Provence
Radtouren
Touren mit der Clique
Jedes Jahr im April/Mai/Juni, wenn die Feiertage günstig liegen, sind wir (meist vier bis sechs Protagonisten) mit den Rädern ein paar Tage durch's Land gefahren.
Das haben wir viele Jahre mit fast immer der gleichen Besetzung, aber immer in anderen Gegenden getan.
Das erste Mal war ich 1998 zu dieser Clique gestoßen und es hatte mir jedes Mal viel Spaß gemacht. Seit die Jungs aber "radeln", statt Rad zu fahren und die meiste Zeit in Museen verbringen, ist mir die Lust total vergangen.
Unsere Touren sind mit Bildern und Beschreibungen dokumentiert.
Solo-Touren
1991 habe ich das Radfahren für mich wieder entdeckt, das ich aus persönlichen Gründen vollkommen vergessen hatte. Ich besaß kein einziges Rad mehr. Deshalb kaufte ich mir ein einfaches, robustes Rad und fuhr damit zur Arbeit. Mit diesem Rad habe ich dann auch meine erste Tour gemacht.
Diese Tour, von Frankfurt am Main nach Meuselwitz in Ostthüringen und zurück, gehörte über ein Jahrzehnt jedes Jahr zu meinem Programm. Ich habe verschiedene Strecken ausprobiert, bin aber meist, fast wie mit dem Lineal gezogen, in der direkten Linie gefahren.
2007 bin ich die Strecke mal wieder gefahren und ich habe viele neue reizvolle Fahrradweg-Abschnitte (z.B.:Stadtroda-Hermsdorf durch den Zeitzgrund) gefunden.
1998 bin ich mit dem Rad in die Provence gefahren. Die Etappen dieser Tour habe ich beschrieben.
Meuselwitz
Erinnerungen,
Bilder und Gedanken
Meuselwitz an einem Bächlein namens Schnauder ist ein kleines ehemaliges Industriestädtchen, das sich nach der Wende auf den ersten Blick grundlegend gewandelt hat. Früher war die Luft von den Brikett- und Chemiefabriken in der Umgebung dreckgeschwängert.
1934 stand in der Beilage vom Schnauderboten:
"Gesund trotz
Qualm und Grubenduft ist Meuselwitzer Kohlenluft!" Man nahm an, die Luft hätte desinfizierende Wirkung.
Heute ist dies nur noch Erinnerung. Dafür aber wirkt das Städtchen ausgestorben und vergreist.
Das Leben in dieser "langweiligen und grauen" Kleinstadt und wie man sich als Besucher fühlt, hat Wolfgang Hilbig (* 31. August 1941 in Meuselwitz, † 02. Juni 2007 in Berlin) in vielen seiner Erzählungen und Gedichten sehr treffend geschildert.
Wie er sich persönlich fühlte, hat er mir im Mai 83 so geschrieben:"Sobald ich nur aus dem Zug oder Bus gestiegen bin, ist da ein Gefühl in der Magengrube: ich würde mich nicht wundern, gleich von einem angemaßten Beamten zurückgeschickt zu werden, oder verhaftet zu werden; am Abend ist das Nest so dunkel und ausgestorben... wie unter einem Ausnahmezustand." Ich frage:"Hat sich viel verändert?". Ich glaube in Meuselwitz hat man ganz einfach immer versucht das Alte auszuradieren. Die Stadt hätte z. B. die Größe haben müssen, das MIetshaus in der Rudolf-Breitscheid-Str.19b stehen zu lassen; nicht nur als Denkmal für Hilbig, sondern um auch die sozialen Zustände dieser Zeit zu dokumentieren! Mittlerweile kursiert soviel Blödsinn über Meuselwitz durch die virtuellen Welten, dass sich Heinrich Meyer im Grab rumdrehen würde.
Ein in vieler Hinsicht bedeutender Sohn der Stadt war der Grimme-Preisträger Karl Fruchtmann. Er gehörte zu den Bürgern, die in der Hitlerzeit aus dem Melderegister verschwanden. Wenn meine Recherche stimmt, lebten 1933 dreißig Juden, 1939 nur noch fünf in der Stadt.
Der Vater Fruchtmanns, Jakob, besaß in Meuselwitz ein Kaufhaus und die Meuselwitzer waren 1933 äußerst solidarisch. Am 1. April 1933 (Tag des Boykotts jüdischer Geschäfte) standen die Menschen vor dem Kaufhaus Schlange und die SA räumte es fünfzehn Mal. Jakob Fruchtmann überlebte die Aufregung nur wenige Tage. Das Kaufhaus befand sich Bahnhofstr./ Ecke Heymer-Pilz-Str. (nach dem Krieg: Konsum).
Hans Günter Aurich, ältere Meuselwitzer werden sich noch an das Drama der Verschleppung erinnern, beschreibt das Leben im Meuselwitz von den 30ziger bis zu den 50ziger Jahren in seinem Tatsachenroman "Und der Himmel leuchtet in der Ferne" sehr detailliert.
Es gibt aber auch wirtschaftlichen Fortschritt: Einer meiner Computer wurde bei der "bluechip Computer AG" zusammengebaut!
Diese Firma ist der Hauptsponsor der Fußball-Mannschaft des ZFC (Zipsendorfer Fußballclub) Meuselwitz. Die Mannschaft spielt auf der Glaserkuppe ("bluechip-ARENA") in der Regionalliga Nord und hat im Pokal 2010 gegen Köln vor 9018 Zuschauern mit einem 0:2 ihr Highlight gehabt.
Veneguera
Wegbeschreibung und Fotos auf der Straße von Puerto de Mogan nach Veneguera,
nicht nur für unsere Urlaubsfreundin Gudrun.
Viele Jahre haben meine Frau und ich in Puerto de Mogan (Gran Canaria) Urlaub gemacht und unseren Freund Bartolo Rodrigez besucht. Bartolo hatte eine kleine Pension mit Kneipe (Treffpunkt der Nachbarn) in Lomo Quiebre, direkt bei Puerto de Mogan.
Damals war Puerto de Mogan ein liebenswerter Ort, noch nicht vom Massentourismus verdorben. Leider hat sich das in den letzten Jahren vollkommen geändert.
In Lomo Quiebre beginnt die Straße zu dem Barranco Veneguera, nördlich von Puerto de Mogan. Das Barranco ist noch ein natürliches, unverbautes Refugium und sollte es auch bleiben.