Hans-Günter Ozimek - Radtouren

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2004


Thüringer Becken

(Erfurt - Mühlhausen - Heldrungen - Weimar)



Mittwoch 19. Mai: Mit der Bahn nach Erfurt

So eine Bahnfahrt ist nun mittlerweile relativ beschwerlich geworden, weil die Bahn ja keine Züge mit Fahrradmitnahme mehr durchgehend verkehren läßt. So mußten wir in Fulda, Bebra und Eisenach umsteigen. Durch das Hessen- und Thüringen-Ticket war es aber relativ billig. Wegen Zugverspätung sind wir allerdings eine Stunde später in Erfurt angekommen. Die JH in der Klingenstraße war Spitze, ein ehemaliges Hotel mit Zweibettzimmern, Bad und Fernseher. Wir sind zum Essen in die Stadt gegangen, haben angenehm auf dem Domplatz gesessen und waren dann noch auf ein oder auch zwei Bier in einer netten kleinen Kneipe.
Erfurt ist eine Stadt, die man sich ansehen sollte!

Donnerstag, 20. Mai (Himmelfahrt): Erfurt nach Mühlhausen

Das Wetter war ideal zum Rad fahren. Nach Frühstück in der JH und einer kurzen Auto-Oldtimer-Besichtigung auf dem Domplatz sind wir in die Pedale gekommen. Fast die gesamte Strecke haben wir auf Wald- und Feldwegen zurückgelegt und es war nicht immer Zuckerschlecken.
Unser erstes Ziel war Marbach, nordwestlich von Erfurt. Von Marbach ging es über einen Feldweg nach Tiefthal. Hier haben wir uns für einen kleinen Weg entlang eines Baches in westlicher Richtung nach Töttelstädt entschieden. Der Weg war ein Paradies für Himmelsfahrtsausflügler aber für uns mit den Rädern samt Gepäck nicht gerade geeignet. So sind wir dann südlich dieses Tales über Schaderoda nach Töttelstädt gelangt. Von hier haben wir die "Fahnerschen Höhe" angepeilt, die wir Bienstädterreichten. Dieser bewaldete Höhenzug war ein einziges Himmelfahrts-Ausflugziel. Mitten im Wald gab es Roster und Bier. Nach der Durchquerung der Fahnerschen Höhe sind wir in Burgtonna raus gekommen, ein kurzes Stück Straße und Gräfentonna war erreicht. Eine kleine Straße führte uns nach Nägelstädt, weiter ein Weg nach Merxleben, nördlich von Bad Langensalza. Die nächste Ortschaft hinter Merxleben hatten wir mit Thamsbrück erreicht. Auf einer Landstraße fuhren wir nach Grossweisbach und von da auf einer "vergessenen" Straße (die Straße hatte man in DDR-Zeiten vollkommen verrotten lassen und die Einheimischen sagten uns, man könne noch die Spuren der amerikanischen Panzer von 1945 sehen) nach Altengottern. Von hier gibt es einen angenehmen, asphaltierten Weg entlang der Unstrut nach Bollstedt. Bollstedt liegt schon vor den Toren von Mühlhausen, das wir dann über die B249 erreichten. Die Tages-Entfernung betrug ca. 75 km.
Mühlhausen ist eine Stadt mit vielen Fachwerkhäusern und einem großen Stück alter Stadtmauer. Die Jugendherberge hat eine gute Lage und erinnert an die DDR. Auf der Suche nach einer Gaststätte sind wir fast verzweifelt, haben aber dann das "Brauhaus zu Löwen" entdeckt (gemütlich, gutes und preiswertes Essen, leckeres Bier).

Freitag, 21. Mai: Mühlhausen nach Heldrungen

Es war empfindlich kalt und hat geregnet. So beschlossen wir, mit dem Zug zu fahren. So stand morgens die Besichtigung des "Bauernkriegsmuseum Kornmarktkirche" in Mühlhausen an. Über Erfurt ging`s dann mit der Bahn zur Station Bahnhof Heldrungen. Bis zur JH in der Wasserburg waren es noch ein paar Kilometerchen mit dem Rad. Unsere Unterkunft bestand aus einer kleinen Wohnung in einem Nebengebäude an der Burgmauer.Im Restaurant der Burg wurden wir gut bewirtet. Der Regen hatte inzwischen aufgehört und wir haben bei einer Flasche Bier den Sonnenuntergang genossen.

Sonnabend, 22. Mai: Heldrungen nach Weimar

Das Wetter war angenehmer, es war kalt, aber ab und an kam die Sonne mal raus oder es war ein Hagelschauer zu überstehen.
Über Oberheldrungen und Hauteroda sind wir über die Schmücke, Burgwenden und Großmonra auf der B176 gelandet. Die Straße war im Bereich der Ortschaften asphaltiert, im Bereich der Schmücke in Wald-, bzw. Wanderweg. Auf der Bundesstraße haben wir dann über Backleben Kölleda erreicht.
In Kölleda, Stadt des Pfefferminzanbaues, wurde gefeiert und wir haben Rast gemacht.
Von Kölleda haben wir uns auf geradem Weg in fast direkter südlicher Richtung nach Weimar durchgeschlagen. Auf dem manchmal beschwerlichem Weg lagen Vogelsberg, Neumark, Berlstedt, Ottmannshausen und die Ettersburg. Durch den Wald sind wir an der B85 kurz vor Weimar rausgekommen. Die Tages-Entfernung betrug wieder ca. 75 km.
Die JH in der Nähe des Bahnhofes war schnell gefunden. Den Abend haben wir bei leckerem Essen und später einem kleinen, aber guten Rockkonzert in der Stadt verbracht.

Sonntag, 22. Mai: Rückfahrt mit dem Zug

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