1991 - Meine erste Tour nach Meuselwitz
1. Tag (108 km):
Den bequemen Radweg "R3" gab es zu dieser Zeit noch nicht. So bin ich bis Hanau am Main entlang und dann über Hanau-Wolfgang nach Langenselbold.
Über Niedergründau und Mittelgründau nach Gettenbach. Dann ging es durch den Wald über den Berg nach Wächtersbach.
Von Wächtersbach an der Kinzig entlang nach Bad Soden, dann Steinau, Niederzell und Schlüchtern. In Schlüchtern auf der Straße über
Vollmerz nach Weichersbach. Hier war ich fast tot und habe mich über das nette Hotel "Zum goldenen Stern" gefreut.
2.Tag: (ca. 80 km)
Von Weichersbach bin ich über Oberzell, der Anstieg nach Oberzell in Richtung Züntersbach zwang mich zum Absteigen, nach Bad Brückenau gefahren.
Von Bad Brückenau geht es auf der Straße stetig bergan, hinter Wildflecken bin ich nach Oberwildflecken rechts ab Richtung Kreuzberg, dann wieder
links, am Arnsberg vorbei und runter nach Bischofsheim. Die nächsten Zielorte sind Weisbach, Sondernau, Unterelsbach, Oberwaldbehrungen, Ostheimer Warte,
Ostheim nach Völkershausen. Völkershausen ist der letzte Ort im Westen. Von hier gab es mal eine Straße nach Hermannsfeld im Osten.
Im Westen existierte damals ein kleines Sträßchen bis zur Grenze, auf der Ostseite führte eine Rollbahn durch den Wald und dann eine
Schotterpiste runter nach Hermannsfeld. In Hermannsfeld habe ich mir auf einer Baustelle den Mantel am Hinterrad ruiniert, also stand Schlauchflicken an.
Eigentlich wollte ich bis Suhl kommen, aber das konnte ich mir nun abschminken. An der B19 habe ich in der Nähe von Sülzfeld ein Hotel gefunden,
es wurde langsam dunkel.
3. Tag: (ca. 85 km)
Über Rohr bin ich nach Suhl gestartet. In Suhl habe ich mir erst einmal neue Bereifung besorgt und mein Rad wieder gerichtet. Dadurch war es schon fast
wieder Mittag geworden. Habe mir dann den Weg durch Suhl gesucht. Weiter über Goldlauter nach Heidersbach, hier zweigt ein schöner Waldweg (Rosenkopfstr.) ab,
der über den Rennsteig zur Schmücke führt. An der "Schmücke" habe ich erst mal verschnauft und habe dann die Straße nach
Gehlberg genommen. Am Ortseingang von Gehlberg heißt es Achtung, denn hier geht ein Waldweg nach Geraberg ab. Die Ortsdurchfahrt in Geraberg war
aufgerissen und ich brauchte lange um meinen Weg nach Martinroda zu finden. Von Martinroda führt ein nettes Sträßchen nach Heyda und weiter
nach Schmerfeld, hier bin ich nach Wipfra, Neuroda, Behringen abgebogen. Das nächste Ziel war dann Stadtilm und von hier auf der B87 nach Dienstedt.
Hier bin ich im Gasthaus "Zum goldenen Löwen" untergekommen.
4. Tag: (110 km)
Heute wollte ich bis nach Meuselwitz kommen, so lagen ca. 125 km vor mir. Das nächste Ziel war Breitenheerda, von wo ich mich über total aufgeweichte
und überschwemmte Waldwege nach Haufeld und weiter nach Hochdorf durchgeschlagen habe. Von Hochdorf ging's dann über Lengfeld nach Kahla.
Die Straße zwischen Lengfeld und Wittersroda war in der DDR-Zeit vollkommen vernachlässigt worden, aber da es talwärts ging, waren nur
Steuer- und Bremskünste gefragt. Kahla liegt im Saaletal und so mußte ich mich wieder nach Seitenroda den Berg hoch quälen. Nun lief es über
Oberbodnitz, Geisen-Tröbnitz, Hainbuch und Ruttersdorf nach Bad Klosterlausnitz. In Weißenborn habe ich lange den Eingang zum Mühltal gesucht. Ich wollte durchfahren, weil ich als Kind hier Ausflüge gemacht hatte. Eingangs des Mühltals stoppte mich aber ein Gewitter und ich rettet mich
in die Gaststätte "Meuschkensmühle". Als sich der Regen gelegt hatte, bin ich leider ohne zu schauen durch das Mühltal nach
Kursdorf und weiter nach Hartmannsdorf gefahren. Auf der von meiner Jugendzeit vertrauten Straße bin ich dann Richtung Zeitz gedüst.
Es wurde dunkel und erneut ging ein mächtiger Schauer nieder. Zu allem Übel entwich wieder die Luft im Hinterrad über ein kleines Loch.
Ich rettete mich bis zum Bahnhof in Zeitz mit mehrmaligen Aufpumpen. Auf dem Bahnhof habe ich bei meinem Freund Siggi angerufen, der mich mit seinem Auto abholte,
so haben mir die letzten 15 km gefehlt. Ich hatte es mir so schön ausgemalt im gelben Trikot in Meuselwitz einzufahren, leider war daraus nichts geworden!
Zurück bin ich dann völlig ohne Probleme auf der gleichen Route gefahren!
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2007 - Meine vorletzte Tour nach Meuselwitz
1. Tag (113 km):
Radweg "R3" bis nach Bad Soden-Salmünster. In Salmünster geht es ab in den Spessart (unter Autobahn und Bahnlinie durch) nach Mernes. Nun im Jossa- und Sinntal nach Bad Brückenau. Übernachtung im Hotel "Deutscher Hof".
2. Tag (91 km)
Von Bad Brückenau wie bei der ersten Tour nach Bischofsheim und Hermannsfeld. Neu: Nicht über Sülzfeld, sondern Henneberg, Bauernbach, Ritschenhausen, Obermaßeld nach Dietzhausen (kurz vor Suhl).
Übernachtung im Hotel "Milano".
3. Tag (104 km):
Bis nach Schmerfeld auf der alten Route, dann geradeaus nach Reinsfeld, Marlishausen, Witzleben nach Breitenheerda. Dann die alte Strecke nach Kahla.
Übernachtung im Hotel "Zum Stadttor".
4. Tag (81 km):
Von Kahla über Seitenroda nach Stadtroda. Neu: Am Ortsausgang von Stadtroda bin ich in den Zeitzgrund abgebogen (schöner Radweg) bis nach Hermsdorf, Bad Klosterlausnitz.
Nun durch das Mühltal nach Kursdorf. Die B7, es gibt fast immer Radweg, über Crossen nach Zeitz. B180 nach Meuselwitz.
Gesamtstrecke:389 km, wie auch bei der ersten Tour. Nur läßt sich diese Strecke bessser fahren, auch weil die Straßen heute besser sind.
2011 bin ich das bisher letzte Mal nach M. unterwegs gewesen; es hat sich nichts Wesentliches geändert.
Es gibt ein paar mehr Radwege. Meist ist alles ganz ordentlich ausgeschildert, aber ab und zu muss man doch suchen, wo es denn lang gehen soll. |